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Seine Eminenz der 7. Dzogchen Rinpoche, Jikme Losel Wangpo, wurde 1964 in Sikkim geboren und von Seiner Heiligkeit Dodrupchen Rinpoche im Alter von 8 Jahren am 8.10.1972 im königlichen Palast von Gangtok inthronisiert.
Rinpoches äußerst umfangreiche Ausbildung an der Schule für Buddhistische Dialektik in Dharamsala, sowie bei Dodrupchen Rinpoche, Dilgo Khyentse Rinpoche, Dudjom Rinpoche, Trulshik Rinpoche und anderen Meistern wurde von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama persönlich geleitet, der eine sehr starke Verbindung zu Dzogchen Rinpoche spürt, die bis zur Zeit des berühmten 5. Dalai Lamas und des ersten Dzogchen Rinpoches, Pema Rigdzin, zurückgeht. In den letzten Jahren hat Dzogchen Rinpoche durch die von ihm gegründete gemeinnützige Dzogchen Shri Senha Charitable Society selbstlos daran gearbeitet, die Zukunft und die Lebensbedingungen der tibetischen Flüchtlingsgemeinde in Indien zu verbessern, während er gleichzeitig unermüdlich für sein Kloster und die spirituellen Bedürfnisse der örtlichen Gemeinde in Dhondenling sorgt. Auf die Bitte Seiner Heiligkeit des Dalai Lama machte Rinpoche es zu einem seiner wichtigsten gegenwärtigen Vorhaben, das Kulturgut und spirituelle Erbe des Dzogchen Klostern und Tibets lebendig und intakt zu erhalten. Um auf internationaler Ebene Unterstützung für das Wohl der tibetischen Flüchtlinge und anderer Notleidender und für die Bewahrung der Kultur und des spirituellen Erbes Tibets zu finden, gründete Rinpoche die Organisation "Shenpen". Dzogchen Rinpoche unternimmt regelmäßig Reisen in der ganzen Welt, wo er Vorträge und Belehrungen über buddhistische Weisheit und das großartige spirituelle Erbe des Dzogchen Klosters hält. &th
Das Dzogchen-Kloster in Südindien
Das ursprüngliche Dzogchen Kloster wurde in Osttibet im 17 Jahrhundert von Pema Rigdzin, dem ersten Dzogchen Rinpoche (1625-1697) auf Anweisung des großen Fünften Dalai Lama gegründet.
Erster Dzogchen Rinpoche (1625-1697)
Das Kloster entwickelte sich zu einem von sechs Mutter-Klöstern der Nyingma Schule des tibetischen Buddhismus und unterhielt eine Vielzahl von Zweigstellen überall in Tibet. 1842, während der Zeit des 4. Dzogchen Rinpoche, Mingyur Namkhe Dorje (1793-?), wurde das Kloster durch ein Erdbeben fast völlig zerstört. Nach seinem Wiederaufbau gründete ein Hauptschüler des 4. Dzogchen Rinpoche, Gyalse Shenpen Thaye (1800-?) die Shri Singha Shedra die zu einer der größten und berühmtesten Klosteruniversitäten wurde und bis heute ein Modell für die Ausbildung in Nyingmaklöstern darstellt.
5. Dzogchen Rinpoche, Thubten Chökyi Dorje (1872-1935)
Zur Zeit des 5. Dzogchen Rinpoche, Thubten Chökyi Dorje (1872-1935), war das Dzogchen Kloster auf der Höhe seiner Blütezeit mit bis zu 500 Mönchen, 13 Klausurzentren und schätzungsweise 280 Zweigklöstern. Während der Unruhen in den 50ger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Dzogchen Kloster vollkommen zerstört und viele seiner Schriften und spirituellen Schätze gingen auf tragische Weise für immer verloren. Im indischen Exil folgte der inzwischen verstorbene Tsewang Paljor, der Vater des 7. Dzogchen Rinpoche, dem Rat seiner Heiligkeit des 14. Dalai Lama, und begann in den frühen 1980ger Jahren den Bau eines neuen Dzogchen Klosters in Südindien im Dhondenling Tibetan Refugee Settlement in Kollegal, Karnataka. Nach Abschluss seiner Hauptstudien setzte Dzogchen Rinpoche im Alter von nur 19 Jahren die Arbeit seines Vaters fort. Ende 1991 war die Errichtung des Klosters im Wesentlichen vollendet, so dass es im Januar 1992 von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama eingeweiht werden konnte, und der Prozess des Wiederauflebens der uralten Tradition des Dzogchen Klosters in der modernen Welt seinen Lauf nahm. DIE DZOGCHEN TRADITION
Die Praxis und die Lehren des Dzogchen oder "Große (chen) Vollkommenheit (dzog)" werden von der Nyingma Schule des tibetischen Buddhismus gehalten und weitergegeben. Dzogchen ist der älteste und direkteste Weisheitspfad innerhalb der buddhistischen Tradition Tibets und wird als der Gipfel aller Lehren und als der direkteste Weg zu spiritueller Erfüllung angesehen. Als ein Weg, die innerste Natur des Geistes zu erkennen, ist Dzogchen gleichzeitig sehr einfach und doch ungemein tiefgründig und in besonderem Maße für unsere moderne Zeit geeignet, da die Lehren nicht zu traditionell und außerordentlich offen sind und in unser tägliches Leben integriert und überall praktiziert werden können. Im Laufe der Jahrhunderte spielten die Dzogchen Rinpoches und das Dzogchen-Kloster, eines der sechs Hauptklöster der Nyingma Schule des tibetischen Buddhismus, eine entscheidende Rolle bei der Übertragung und Bewahrung dieser großen authentischen Lehren. Das Herzstück des spirituellen Erbes des Dzogchen Klosters kann in den Lehren und Praktiken des Dzogchen Khandro Nyingthig gefunden werden. DZOGCHEN KHANDRO NYINGTHIGDie Übertragungslinie des Khandro Nyingthig führt vom uranfänglichen Buddha Samantabhadra (Dharmakaya) über Vajrasattva (Sambhogakaya), Garab Dorje (Nirmanakaya), Manjushrimitra (der die Dzogchenlehren Atiyoga in drei Kategorien aufteilte: Semde, Longde, Me-ngagde), Shri Singha (der Me-gnagde wiederum in 4 Zyklen aufteilte: äußerer, innerer, geheimer und innerster Zyklus oder Herzessenz = "Nyingthig") zu Padmasambhava, der die Lehren nach Tibet brachte. Seine Hauptschülerin Yeshe Tsogyal (eine Dakini = "Khandro" auf Tibetisch) versteckte diese innerste Herzessenz der Dzogchenlehren für spätere Zeiten an einem Ort mit dem Namen Tramo Trak in Takpo Tanglung als "Ter", daher der Name "Khandro Nyingthig". Dieses "Ter" wurden wieder entdeckt von Pema Ledreltsal (1291-?), deren Inkarnation Longchen Rabjam (Longchenpa, 1308-1363) war. Von Longchenpa führt die direkte Übertragungslinie zu Pema Rigzin (1625-1697), dem ersten Dzogchen Rinpoche und weiter zum zweiten Dzogchen Rinpoche, Gyurme Thekchok Tendzin (1699-?) und über alle nachfolgenden Inkarnationen zum heutigen 7. Dzogchen Rinpoche, Jikme Losel Wangpo.
3. Dzogchen Rinpoche, Ngedün Tenzin Sangpo (1759-1792)
Im 18. Jahrhundert begründete Jigme Lingpa (1730-1798) in einer Serie von Visionen das Longchen Nyingthig, einen neuen und bis heute verbreiteten Zweig der Nyingthig Belehrungen. Etwa zur gleichen Zeit verfasste der dritte 3. Dzogchen Rinpoche, Ngedün Tenzin Sangpo (1759-1792), das Dzogchen Khandro Nyingthig, einen Kommentar zum Khandro Nyingthig, der Anweisungen auf allen Ebenen enthält, von den vorbereitenden Übungen bis zu den geheimsten Praktiken des Dzogchen. Aus diesem Kommentar lehrt Seine Eminenz, der 7. Dzogchen Rinpoche seit einigen Jahren und führt so die Tradition des Dzogchen Klosters fort, die Linie des Khandro Nyingthig weiterzugeben. In der Tradition des Dzogchen Klosters erfolgt die Einführung in das Khandro Nyingthig durch die vorbereitenden Übungen des Ngöndro Tharlam Karpo ("Der weiße Pfad der Befreiung"). Die tägliche Hauptpraxis des Kloster ist Könchok Chidü, eine Praxis, die in einer Sadhana alle "drei Wurzeln" vereint: Lama in der Form von Pema Öbar (einer friedlichen Manifestation von Guru Rinpoche), Yidam in der Form von Guru Drakpo (eine zornvolle Manifestation von Guru Rinpoche) und Khandro in der Form von Senge Muka (der Dakini mit dem Löwenkopf).
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